Joggen mit dem Hund

veröffentlicht am 16. März 2018 in Laufen von

Laufen mit dem HundBeim Joggen handelt es sich nicht ohne Grund um die beliebteste Ausdauersportart überhaupt. Joggen stärkt die Ausdauer, das Immunsystem und hilft ganz nebenbei auch dabei, schlanker und glücklicher zu werden. Allerdings gibt es einiges, was einen Läufer beim Joggen aus dem Trab bringen kann. Dabei kann es sich je nach Hunderasse auch um den eigenen Hund handeln. Natürlich ist es bei entsprechend guter Erziehung ein ganz besonderes Erlebnis, gemeinsam mit dem Hund Joggen zu gehen.

Beim Joggen mit dem Hund gelten aber andere Kriterien hinsichtlich der geeigneten Strecken und der Temperaturen als bei Läufen ohne Hund. Joggen mit dem Hund hängt darüber hinaus auch davon ab, welche Hunderassen für den gemeinsamen Sport geeignet sind. Das ist nicht immer der Fall – aus diesem Grund macht gerade bei ambitionierten Läufern die Überlegung, welche Hunderasse für einen selbst geeignet ist. Mit ein wenig Training und einer guten Vorbereitung ist dann in vielen Fällen ein harmonisches Joggen in der Natur möglich.


Worauf ist beim Joggen mit dem Hund zu achten?

laufen mit dem hund leineIn Bezug auf das Joggen mit dem Hund ist zunächst einmal wichtig, ob der Hund überhaupt beim normalen Lauftempo mithalten kann. Jede Hunderasse weist schließlich unterschiedliche Wesensmerkmale auf. Diese sind zum Teil stark ausgeprägt. So wie es gute Wachhunde und Hirtenhunde gibt, gibt es auch gute und weniger gute Hunde zum gemeinsamen Joggen.

Neben der Kraft oder vielmehr der Ausdauer an sich muss beim Joggen mit dem Hund aber auch die Erziehung des Vierbeiners stimmen. In vielen Fällen ist das Joggen mit dem Hund an der Leine ein wenig angenehmer. Sehr gut erzogene Hunde können in bestimmten Regionen aber auch ohne Leine mitlaufen. Das hängt ganz von der Erziehung und von der gewählten Laufstrecke ab. Damit es beim gemeinsamen Joggen nicht zu Unfällen kommt, ist es wichtig den vierbeinigen Freund von Anfang an das Joggen zu gewöhnen. Bei der Leine eignen sich übrigens am besten Leinen mit einer Länge von 1 bis 2 Metern. Diese gibt es auch als Umhängeleine für den Bauch – die Modelle zum Anbinden an die Beine sind nicht zu empfehlen.

Die Wahl der Laufstrecke ist ebenfalls sehr wichtig. Ein weicher Boden wie ein Waldweg, eine Wiese oder Sand eignen sich bestens für das Joggen mit dem Hund. Asphalt kann die empfindlichen Hundepfoten verletzten und stellt gerade im Sommer bei einem aufgeheizten Untergrund keine gute Wahl dar. Im Winter können harte Wege mit Streukügelchen gegen den Schnee für schmerzende und wunde Pfoten sorgen.

Darüber hinaus ist die Tageszeit wichtig. Temperaturen bis maximal 10 Grad unter Null sind kein Hindernis für einen gemeinsamen Lauf. Schwieriger wird es bei hohen Temperaturen von mehr als 20 Grad. Hunde können nämlich viel schlechter mit der Hitze umgehen als Menschen. Im Sommer ist daher das Joggen mit dem Hund auf die frühen Morgenstunden oder auf die Abendstunden zu verlegen. Ideal ist es zu jeder Jahreszeit, wenn der Lauf auch an einem Gewässer für eine kurze Erfrischung zwischendurch vorbeigeht. In jedem Fall müssen Hunde bei der schnelleren Bewegung viel trinken und sollten auch langsam an die Joggingrunden gewöhnt werden.


Hunderassen zum Joggen

Es gibt sie wirklich, die perfekten Partner für einen schönen Lauf. Aktive Hunderassen wie Jagd- und Hütehundrassen freuen sich über die schnellere Bewegung und gehen bei solchen Ausflügen voll auf. Deshalb können Border Collies, Jack Russell Terrier, Australian Shepherd, Golden Retriever oder Münsterländer wunderbar zum Joggen mitgenommen werden. Für die ganz aktiven Sportler eignen sich Windhunde oder Huskys, die sehr schnell sind und wirklich viel Auslauf benötigen.

Doch auch bei diesen Rassen ist es wichtig, dass die Hunde erst nach und nach an die Bewegung gewöhnt werden. Hunde können nämlich auch Muskelkater bekommen! Aus diesem Grund sollten am Anfang der Trainingszeit die eigene Geschwindigkeit und die Pulsfrequenz noch zurückstehen. So kann der Hund sich besser an das gemeinsame Joggen gewöhnen und gewinnt auch Freude daran.


Weniger geeignete Hunderassen zum Joggen

Es gibt auch einige Hunderassen, die so gar nicht für das Joggen mit dem Hund geeignet sind. Sehr kleine Hunde wie ein Mops oder ein Chihuahua eignen sich nicht so gut zum Joggen, da diese Hunderassen gar nicht die nötige Kraft zum Mithalten aufbringen. Doch auch größere Hunde wie ein Bernhardiner oder eine Französische Bulldogge haben Probleme mit den längeren Läufen und dem erhöhten Tempo.

Gelenkbeschwerden können bei den großen Rassen ebenfalls auftreten. Unabhängig von der genauen Hunderasse ist es daher wichtig, dass beim Hund Gelenkbeschwerden ausgeschlossen wurden. Der Hund muss also fit sein und sollte ausgewachsen sein. Vor dem Alter von rund einem Jahr ist damit keine Rasse zum gemeinsamen Joggen geeignet. Eine Überprüfung beim Tierarzt ist schon aus Liebe zum Hund unbedingt zu empfehlen.

 

 


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